Diorama 2 – Jesus auf dem Weg zu seiner Kreuzigung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Claudia Laghusemann   
Freitag, den 26. Februar 2016 um 20:37 Uhr

In der Mitte der Jerusalemer Altstadt trägt Jesus blutverschmiert, durch die Folter der römischen Soldaten, sein Kreuz. Er trägt sein blutdurchtränktes rotes Gewand, als Zeichen seiner Königswürde.

Da er zu schwach geworden ist, um sein Kreuz zu tragen, ergreifen die Römer einen Mann, Simon von Kyrene, der ihm das Kreuz abnehmen soll. Eine Menschenmenge versammelt sich um Jesus herum. Jedoch sind die Reaktionen der Menschen sehr unterschiedlich dargestellt.

In der Nähe von Jesus stehen einige Frauen und schauen entsetzt zu, was mit ihm passiert.

Während Jesus von den römischen Sicherheitskräften abgeriegelt wird, bekämpfen sich hinter ihm bewaffnete jüdische Widerstandskämpfer mit den römischen Besatzern. Dieses wurde dargestellt als Symbol für Streit und Auseinandersetzungen auch während der christlichen Feiertage, wie zum Beispiel das Osterfest und Weihnachten, innerhalb von Familien, Freunden und Bekannten.

Vor den überdachten Eingängen ihrer Geschäftshäuser grüßen sich zwei Kaufleute, für die solche Geschehnisse eine willkommene Abwechslung in ihren beruflichen Alltag bedeuten.

Diese Szene bedeutet auch eine Gleichgültigkeit, mit der geschäftstüchtige Menschen mit den christlichen Feiertagen in Verbindung bringen. Außerdem scheint es so zu sein, das manche Menschen kein Mitleid mit den Schicksalen anderer Menschen haben. Es berührt sie einfach nicht.

Geradeaus vor Jesus kommen Teppichträger und ein Kaufmann mit einem Kamel, das Waren undandere Güter auf seinem Höcker trägt, entgegen.

Es bedeutet, das auch an Feiertagen ans Geschäft gedacht wird und man nicht zur Ruhe kommt. Entgegen den Geboten Gottes brechen Menschen das Gesetz des Sabbat zum Gedenken an Gott und an das 4. Gebot: „Den Sabbattag sollst du halten, daß du ihn heiligest, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat“ (2.Mose 20,8).

Auf beiden Seiten oberhalb der Straße, auf den Dächern der Häuser stehen an den Abgrenzungszäunen weitere Schaulustige. Scheinbar teilnahmslos schauen Gaffer auf den maltretierten Jesus

hinunter, während andere aus Enttäuschung über ihn, ihre Fäuste in den Himmel heben, weil ER die verhasste Besatzungsmacht Rom nicht aus ihrem gelobten Land vertreiben konnte.

Geht es uns Menschen aus Enttäuschung nicht genau so, wenn Jesus oder Gott nicht alle, aber auch wirklich nicht alle unsere Wünsche erfüllt. Aber was ER tatsächlich für uns getan hat, völlig für uns ausgeblendet ist?


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 29. Februar 2016 um 12:44 Uhr
 
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